Über die Künstlerin

Tauchen Sie ein in eine Welt voll Wolle, Seife und Handarbeit

Angela Bassano

Geboren bin ich an einem strahlend schönen Tag im März 1965 in der bayerischen Landeshauptstadt München. Aufgewachsen bin ich zwischen den sanften Hügeln des Chiemgaus in Bad Aibling und Vaterstetten. Aufgrund meiner zahlreichen Interessen habe ich mich für ein Studium in den Fächern Pädagogik, Psychologie, Kunst und Design entschieden und dort erlernte Fertigkeiten bereits 1985 das erste Mal erprobt. Zu Beginn meines Schaffens habe ich mich experimentellen Kunstobjekten zugewandt, später folgten Arbeiten in Pastell und in Acryl-Öl-Relieftechnik. Der gestalterischen Kunstform begann ich ab 1997 zu folgen und habe Kunstwerke aus Holz und Metall geformt. Jetzt kombiniere ich die Techniken der Bildhauerei mit denen der Malerei und erschaffe aus Wolle Kunstwerke, die man tragen kann.

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Interview

arte: Warum sind Sie Künstlerin geworden?
Bassano: Ich würde eher sagen, dass ich mich dazu entschieden habe, Künstlerin zu werden. Denn meiner Meinung nach hat jeder künstlerisches Potential, das sich auf unterschiedliche Art ausdrückt. Manchen ist ihr Talent gar nicht bewusst, andere fördern es einfach nicht.

arte: Schon Goethe verehrte das Land der blühenden Zitronen. Was fasziniert Sie an diesem Fleckchen Erde?
Bassano: Ich wohne nur wenige Kilometer vom Meer entfernt zwischen Oliven- und natürlich Zitronenbäumen in einem mittelalterlichen Dorf. Da kleben die Häuser eng am Hang, steile Gässchen winden sich unter Torbögen. Damit komme ich dem Traum Goethes ziemlich nahe. Mich aber fasziniert vor allem das Meer: Die Weite, das Licht. Da kann ich Energie und Inspiration tanken.

arte: Was ist Ihnen bei der Auswahl der Materialien besonders wichtig?
Bassano: Ich achte auf Qualität, denn schließlich werden meine Kunstwerke direkt auf der Haut getragen. Daher verzichte ich auch auf künstliche Farbstoffe, die die Schleimhäute reizen können. Einen Großteil der verwendeten Wolle färbe ich sogar selbst mit Materialien ein, die ich in der Natur finde.

arte: Worauf kommt es beim Filzen an?
Bassano: Man braucht viel Zeit und Kraft in den Händen, um Kleidungsstücke aus Wolle herzustellen. Denn zunächst muss man das entworfene Werk mit Seifenwasser „streicheln“, damit sich die einzelnen Wollfänden miteinander verbinden. Je nach Größe des Werkstoffes kann das mehrere Stunden dauern. Dann wird gewalkt und anschließend mit dem Waschbrett in Form gebracht.
arte: Wieso mit einem Waschbrett?
Bassano: Die Wellenstruktur ist ideal, um damit Unebenheiten in der Oberfläche zu bearbeiten. Durch festen Druck kann ich gezielt einzelne Stellen bearbeiten.

arte: Vielen Dank für das Interview.